Die Umkehrung

Wie du schon weißt, besteht ein Dreiklang aus drei bestimmten Tönen. Du kannst einen Dreiklang in verschiedenen Lagen spielen – hoch, tief oder Mittellage. Der Dreiklang klingt zwar abhängig von der Lage unterschiedlich hoch oder tief, aber die Charakteristik des Akkordes bleibt erhalten.

Grundstellung:

g
h
d

In der „Grundstellung“ spielen wir einen Dreiklang vom „Grundton“ aus – der Grundton ist dabei der tiefste Ton. Beim G-Dur Dreiklang beispielsweise, ist der tiefste Ton das g (Grundton) – h und d liegen darüber. Wir müssen aber nicht unbedingt beim g anfangen.

1. Umkehrung:

h
d
g

Wir können aber auch beim h anfangen und die Töne d und g darüber spielen. So entsteht die „Erste Umkehrung“. Auch hier bleibt der Charakter des Akkordes erhalten. Es ist nach wie vor ein G-Dur Dreiklang, der Grundton ist g, auch wenn es nicht mehr der tiefste Ton im Akkord ist.

In der rechten Hand nehmen wir für die Umkehrung die Finger 1,2 und 5 – das hier deutlich bequemer als 1,3 und 5, wie wir es bei der Grundstellung eines Dreiklanges spielen.

Warum sollten wir die Umkehrungen verwenden?

Der Vorteil am Verwenden von Umkehrungen wird deutlich, wenn wir Akkordverbindungen spielen. Wenn du erst ein G-Dur in der Umkehrung spielst, und danach ein C-Dur in der Grundstellung ist das näher beieinander, du musst mit der Hand nicht soweit springen – und es klingt auch schöner.

spiel die Umkehrung von G-Dur mit der rechten Hand – gebrochen

fang mit dem 1. Finger auf dem h an, spiel das d mit dem 2. Finger und das g mit dem 5.

spiel den Dreiklang in der Grundstellung

fang beim Grundton (g) an
nimm die Finger 1,3 und 5

spiel Grundstellung und Umkehrung abwechselnd

spiel dabei langsam und achte darauf die richtigen Finger zu nehmen – 1,3,5 bei der Grundstellung und 1,2,5 bei der Umkehrung